WALA Pflanzenarchiv
Sanddorn

Synonyme für Sanddorn: Audorn, Dünendorn, Fasanenbeere, Haffdorn, Korallenstrauch, Rote Schlehe, Sandbeere, Seedorn, Stranddorn, Weidendorn, Zitrone des Nordens
Wissenschaftlicher Name: Hippophae rhamnoides L.
Familie: Elaeagnaceae (Ölweidengewächse)

Beschreibung:

Irgendwie könnte man denken, er käme nur in exotischen asiatischen Landstrichen vor. Mit seinen eleganten weißsilbrigen, nadelförmigen Blättern und den leuchtend gelben bis orangefarbenen Früchten mutet der Sanddorn recht fremdländisch an. Das stimmt eigentlich auch fast, denn vor 17 000 Jahren soll er mit der Eiszeit aus Tibet nach Europa gekommen sein, fühlt sich aber seitdem bei uns am Meer in Sanddünen, im Uferbereich von Flüssen und Bächen sowie Böschungen in der vollen Sonne wohl. Bis zu 5 Meter kann dieser Strauch hoch werden, der seine Hauptwurzel tief in die Erde treibt und von ihr flach kriechende Seitenwurzeln ausschickt. Einen guten Stand hat der Sanddorn dadurch selbst in eher rutschigem Gelände und wird deshalb gerne zur Böschungsbefestigung angepflanzt. Unter den dornigen Sträuchern gibt es weibliche und männliche, die zwischen März und Mai, noch vor dem Blattaustrieb kleine unscheinbare weibliche oder männliche Blüten tragen. Die nur 5 mm großen weiblichen Blütchen duften nach würzigem Honig und locken damit Insekten an. Nötig wäre dies für die Befruchtung indes nicht, da der Pollen der männlichen Blüten vom Nachbarstrauch mit dem Wind angeflogen kommt. Die bis zu 1 cm großen, dicht gedrängt stehenden, leicht behaarten Früchte werden im August bis September reif.