WALA Pflanzenarchiv
Rizinus

Synonyme für Rizinus: Wunderbaum, Christuspalme, Hundsbaum, Läusebaum, Römische Bohne
Wissenschaftlicher Name: Ricinus communis L.
Familie: Euphorbiaceae (Wolfsmilchgewächse)

Beschreibung:

Strauch, einjähriges Kraut oder mehrjähriger Baum, rote oder grüne Blätter: Rizinus birgt viele Formen, in denen er sich je nach Standort sehr unterschiedlich ausgestaltet. An die 20 Varietäten sind bekannt, die sich in Form, Farbe und Größe des Strauches und Bestachelung der Samenkapseln voneinander unterscheiden. Trotz der Gestaltvielfalt lässt sich Rizinus an den auffälligen großen, sieben- bis elfzipfeligen, schildförmigen, dunkelgrün glänzenden Blättern sowie den lang gezogenen Blütenständen gut erkennen. Von August bis Oktober, je nach Aussaatzeit sogar bis März, brechen die unscheinbaren, grüngelben Blüten in Verbänden am Stängel entlang auf, wobei Geschlechtertrennung herrscht. Oben stehen nur weibliche Blüten, die man an den roten Stempeln in der Blütenmitte erkennt. Darunter entwickeln sich nur männliche Blüten, erkennbar an den gelben Staubblättern. In den glatten oder stacheligen Früchten reifen jeweils drei Samen mit schwarzbrauner Zeichnung, die an Bohnen erinnern, aber tödlich giftig sind! Das aus ihnen gewonnene Öl ist für den Menschen nicht nur unbedenklich, sondern arzneilich und kosmetisch äußerst nützlich.