Synonyme für Goldrute: Edelwundkraut, Fuchsschwanz, Goldwundkraut, Heydnisch Wundkraut, Machtheilkraut, Petrusstab, Schoßkraut, St. Petrus-Stab-Kraut, Waldkraut, Wundkraut
Wissenschaftlicher Name: Solidago virgaurea L.
Familie: Asteraceae (Korbblütlergewächse)
Sie wird ihrem Namen gerecht. Die mehrjährige Goldrute leuchtet kräftig goldgelb aus der Ferne mit ihren bis zu einem Meter hoch wachsenden Stängeln, die auf trockenen Böden wachsen. Die gelben, 10 bis 15 Millimeter großen Korbblüten blühen von August bis Oktober locker verteilt entlang der oberen Hälfte des Stängels und muten von weitem betrachtet wie ein buschiger Schwanz an. Deshalb heißt die Goldrute im Volksmund auch Fuchsschwanz.
An einer Besonderheit erkennt man die Echte Goldrute schnell. Wie bei allen Korbblütlern ist jeder auf den ersten Blick wie eine Blüte aussehende Blütenkopf aus mehreren kleinen Einzelblüten zusammengesetzt. Die Röhrenblüten, die die Mitte dieser zusammengesetzten Korbblüte bilden, sind von so genannten Zungenblüten umgeben, die ein langes Blütenblatt nach außen strecken. Dieser Zungenblütenkranz ist bei Korbblütlern normalerweise lückenlos, so wie wir es von der Sonnenblume oder dem Gänseblümchen kennen. Bei der Goldrute fehlt jedes zweite Zungenblütenblatt, der Kranz hat also Lücken. Die wiederum fallen nicht weiter auf, weil in jede Lücke ein Zungenblatt der Nachbarblüte hineinragt. Zusammen bilden die Blüten der Goldrute also wieder einen dichten Blütenteppich.
Ähnlichkeit hat die Echte Goldrute mit der bei uns im 19. Jahrhundert eingeschleppten Kanadischen Goldrute (Solidago canadensis) oder Riesengoldrute, die sich gerne massenhaft an Waldrändern, Seeufern und Bahndämmen ausbreitet. Sie ist größer als die Echte Goldrute und unterscheidet sich durch kleinere Korbblüten, die in einer spitz zulaufenden Blütenrispe angeordnet sind.