WALA Pflanzenarchiv
Fichte

Synonyme für Fichte: Rottanne, Edeltanne
Wissenschaftlicher Name: Picea abies L.
Familie: Nadelholzgewächse (Coniferae)

Beschreibung:

Was wir heute von der Fichte kennen, sind eintönige bedrückende Fichtenforste mit engstehenden "Fichtenstangen". Diese Plantagenwirtschaft wird derzeit auf 36 % der Waldfläche in Deutschland betrieben. Wuchs die Fichte in Mitteleuropa früher nur auf einigen wenigen Sonderstandorten, so wird sie wegen ihrer Schnellwüchsigkeit und Anspruchslosigkeit heute industriemäßig angebaut. Der Boden unter solch dichtstehenden Fichten ist meist kaum bewachsen. Die ständig herabfallenden Nadeln verrotten nur sehr langsam und säuern den Boden stark an. Zusammen mit dem unter den Bäumen herrschenden Lichtmangel sind diese Lebensbedingungen für die meisten anderen Pflanzen ungeeignet. Auch gegen Umwelteinflüsse ist eine solche Monokultur empfindlich. Bei einem starken Sturm bieten die flachwurzelnden Bäume dem Wind kaum Widerstand und stürzen reihenweise um. Ebenso anfällig sind die Fichtenforste gegenüber massenhaft auftretenden Schädlingen.

Wie anders sind da die Nadelwälder in unseren Hochgebirgen! Die mächtigen Baumriesen verströmen einen harzigen weihrauchähnlichen Duft und vermitteln mit ihren imposanten Kronen den Eindruck eines gewaltigen Domgewölbes, zwischen das die Sonne ihre Strahlen auf den Boden schickt. An ihren natürlichen Standorten im Mittel- und Hochgebirge wachsen die Fichten zu diesen majestätischen Bäumen heran und können bis zu 50 Meter hoch werden. Eindrucksvoll stehen sie mit ihren weitausladenden Ästen, an denen lange Bartflechten hängen, da.